Tvrđa

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Eine der Hauptattraktionen des Städtchens Osijek im Nordosten Kroatiens ist Tvrđa – ein Festungskomplex aus der Barockzeit, der nicht etwa nur ein einziges Gebäude, sondern die gesamte Altstadt dieser Kleinstadt umfasst. Jahrhundertealte Geschichte, die größte Gruppierung an barocken Bauten in ganz Kroatien und der unverwechselbare historische Charme eines früheren Zentrums städtischen, religiösen und politischen Lebens erwarten Sie hier.
Die Anfänge Tvrđas reichen zurück bis ins Mittelalter, doch es war erst nach der Befreiung Kroatiens von den Osmanen und der Machtübernahme durch die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn im 17. Jahrhundert, dass die Festung sich zu ihrer heutigen Pracht und Größe entwickelte. Die Habsburger erweiterten die bis dahin fast vollständig zur Ruine verkommene Anlage zu einer sternförmigen Festung im niederländischen Stil, die in eben dieser Form noch heute die gesamte Altstadt Osijeks verkörpert. Zu den neu errichteten Gebäuden zählten Barracken und Verwaltungsgebäude ebenso wie Wohnhäuser, Handwerksläden, Marktplätze, Kirchen und sogar ein Franziskanerkloster. Darüber hinaus wurde die gesamte Festung zum Schutz vor weiteren Invasionen durch Bastionen und Mauern umgeben, die jedoch im Laufe der Zeit immer weiter abgetragen oder abgerissen wurden und von denen heute nur noch im nördlichen Teil der Festung ein originaler Abschnitt bestehen geblieben ist.
File 1182Zu den Hauptattraktionen Tvrđas zählen der Marktplatz der Heiligen Dreifaltigkeit mit der gleichnamigen Pestsäule, die im Jahr 1729 zum Dank für das Ende einer besonders schwerwiegenden Welle der verheerenden Krankheit errichtet wurde, und die Pfarrkirche des Heiligen Michael. Auch die Universität Osijeks befindet sich heute in den ehemaligen administrativen Gebäuden rund um den Marktplatz, und das studentische Volk macht Tvrđa tagein, tagaus zu einem geschäftigen und belebten Ort für Jung und Alt. Zu guter letzt liegt auch das Muzej Slavonije, ein Museum zur Geschichte Slawoniens, innerhalb Tvrđas. Ein strategisch geplantes und von österreichischer Effizienz geprägtes Straßennetz verbindet die verschiedenen Bereiche der Festung miteinander und kreiert mit seinem Kopfsteinpflaster, den heimeligen Tavernen und eleganten Wohnhäusern das romantische Bild von authentisch am Leben erhaltener Geschichte.

 
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