Burg Medvedgrad

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Die Burg Medvedgrad befindet sich etwa 5 Kilometer nördlich von Zagrebs Stadtzentrum und schmückt die Ausläufer des Medvenica-Berglandes, eines beliebten Naherholungsgebietes für die Einwohner der Hauptstadt. Der Name der Burg bedeutet so viel wie „Stadt der Bären“. Diese bewohnen die Festung allerdings längst nicht mehr, und stattdessen sind es die wechselhafte Geschichte der Burgruine, ihre wunderschöne Lage und ihr geheimnisvoller Charme, welche sie zu einem Highlight einer jeden Kroatienreise machen.
Die Geschichte Medvedgrads begann mit der Tatareninvasion des 13. Jahrhunderts. Zum Schutz der Hauptstadt und ihrer Einwohner, die immer wieder in die Wälder des strategisch wertvollen Berglands oberhalb ihrer Stadt fliehen mussten, wurde eine Verteidigungsanlage am sogenannten Bärenberg errichtet.

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Während die Tataren sich rasch wieder aus der Gegend verflüchtigten, blieb die Burg bestehen, und wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten zum Wohnsitz verschiedener Herrschergeschlechter der Region ausgebaut. Deren Gemächer können heute zwar nicht mehr besichtigt werden, dafür aber ihr Gotteshaus – die kleine, gotische Kapelle vom Heiligen Philip und Jakob wurde inzwischen eingehend restauriert und besticht mit dem schlichtem Dekor original gotischer Architektur. Ende des 16. Jahrhunderts schließlich fiel die Burg zwei verheerenden Erdbeben zum Opfer, und wurde infolge der wiederholten Zerstörung als Wohnsitz verlassen und dem Verfall preisgegeben. Heute ist von der ehemaligen Verteidigungsfestung nur noch eine malerische Ruine mit atemberaubendem Panoramablick auf die kroatische Hauptstadt geblieben – ein tragisches, aber bildschönes Erbe.
Viele Zagreber nutzen die Burg Medvedgrad und ihre Sehenswürdigkeiten heute als Ziel für einen wochenendlichen Wanderausflug. Das Medvenica-Bergland eignet sich perfekt für ausgedehnte Spaziergänge inmitten unberührter Natur und entlang schattiger Wanderwege, und bietet Entspannung und Erholung in unmittelbarer Nähe zur pulsierenden Hauptstadt. Entdeckt werden können auf dem Weg zur Burg nicht nur der legendenumwobene "Brunnen der Königin", eine eiskalte Bergquelle, sondern auch der "Altar des Heimatlandes", ein Kriegerdenkmal für die Verteidiger Kroatiens in den Jahren 1991-1995. Die Gedenkstätte ist heute ein wichtiges Mahnmal an die Ereignisse der jüngsten kroatischen Geschichte und integraler Bestandteil eines Besuchs der Festung Medvedgrad.

 
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